Das Thomasevangelium wurde 1945 in in einer Höhle in der Gegend von Nag Hamadi entdeckt. Es ist die bedeutendste Schrift unter den dort aufgefundenen Dokumenten, weil es wie die Spruchquelle Q auf den historischen Jesus zurückgeht, und damit noch älter ist, als das älteste kanonische (biblische) Markusevangelium. Es bietet Einblick in die Lehre, die Jesus seinem inneren Zirkel zuteil werden ließ, zu dem auch Maria Magdalena gehörte. Diese auf persönliche Erkenntnis (Gnosis) oder Erleuchtung ausgerichteten Unterweisungen wurden kaum in die kanonischen Evangelien aufgenommen, entweder weil deren Autoren diese nicht kannten oder weil die Kirche dies nicht wollte. Dieses Evangelium wurde von der Kirche als gnostisch gebrandmarkt, soll heißen als häretisch, aber es ist weder gnostisch noch häretisch. Es ist nur ursprünglicher  und damit ganzheitlicher und erfahrungsorientierter als die von der biblischen Sammlung auf uns überkommenen Schriften. Es ist daher ein Geschenk an unsere Zeit. Allerdings bedarf vielleicht manchmal einiger Kommentare um verstanden zu werden, da seine Sprache allzu fremd ist und es von einem Geisteszustand spricht, der tiefer geht, das das Gewahrsein des alltäglichen westlichen Geistes.

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